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Alle Beiträge mit dem Schlagwort: Psychiatrie



Ausgang gewährt Urteil: Schadens­er­satz wegen nicht verhin­der­tem Suizid
Mit einer Stimme im Kopf, die ihm sagt, er solle sich das Leben neben, begibt sich ein Mann in statio­näre psych­ia­tri­sche Behand­lung. Trotz Suizid­ge­fahr wird ihm Ausgang gewährt. Der Mann stürzt sich darauf­hin von einer Brücke – und überlebt schwer verletzt. Vor Gericht fordert er nun Schadens­er­satz von der Klinik.



Frauen beson­ders betrof­fen Psychi­sche Erkran­kun­gen unter Beschäf­tig­ten nehmen stark zu!
Immer häufi­ger sind seeli­sche Beschwer­den Ursache für Krank­schrei­bun­gen. Laut des „Psych­re­port“ der Kranken­kasse DAK-Gesund­heit nahm die Zahl der Fehltage aufgrund psychi­scher Erkran­kun­gen von 2010 bis 2020 um satte 56 Prozent zu. Weibli­che Beschäf­tigte sind erheb­lich stärker betrof­fen als männli­che. Auch die Corona­pan­de­mie hat offen­bar zum Fallan­stieg beigetra­gen.

Bedeu­tung der psych­ia­tri­schen und psycho­so­ma­ti­schen Versor­gung enorm gestie­gen Depres­sio­nen und Panik­at­ta­cken – Anstieg in 2020 um mehr als ein Viertel!
Psychi­sche Erkran­kun­gen wie Depres­sio­nen, die schon in den vergan­ge­nen Jahren die stärkste Zunahme aller Krank­heits­fälle verzeich­ne­ten, sind gerade durch die Corona­pan­de­mie noch stärker in den Fokus geraten. Die Deutsche Kranken­haus­ge­sell­schaft fordert deshalb Refor­men von der neuen Bundes­re­gie­rung.

Eine Krank­heit, zwei Gesich­ter Bipolare Störung: Die wichtigs­ten Fakten
Stimmungs­schwan­kun­gen kennen wir alle, aber Menschen die eine Bipolare Störung entwi­ckeln, erleben diese in extre­mer Weise und sind sich dessen oft gar nicht bewusst. Die Symptome dieser psychi­schen Erkran­kung sind schon seit Jahrhun­der­ten bekannt, teilweise auch unter der Bezeich­nung „manisch-depres­siv“. Eine Behand­lung ist möglich und kann vielen Betrof­fe­nen helfen. Wir haben die wichtigs­ten Infor­ma­tio­nen zusam­men­ge­stellt:

LG Gießen Garan­ten­stel­lung bei einem suizi­da­len Patien­ten
Wer als zustän­di­ger Arzt einer psych­ia­tri­schen Klinik nichts unter­nimmt, um eine freiver­ant­wort­lich began­gene Selbst­tö­tung zu verhin­dern, macht sich nicht straf­bar, auch wenn der betref­fende Patient wegen Suizid­ge­fahr überwie­sen wurde. Dies ergibt sich aus einem Urteil des Landge­richt Gießen aus dem Jahr 2012.

Tabuthema Psychi­sche Erkran­kun­gen nehmen zu
Wenige reden darüber, viele haben sie: Psychi­sche Probleme nehmen seit Jahren zu und waren 2019 der zweit­häu­figste Krank­schrei­bungs­grund. Das schlägt sich auch in drama­ti­scher Weise bei der Anzahl der Rehamaß­nah­men und Frühver­ren­tun­gen nieder. Zwei aktuelle Meinungs­um­fra­gen zeigen derweil die sich wandelnde gesell­schaft­li­che Einstel­lung zu dem Thema. Die Bundes­re­gie­rung plant eine Offen­sive für geisti­ges Wohlbe­fin­den.