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Alle Beiträge mit dem Schlagwort: Krankenkasse






OLG Naumburg Sturz einer adipö­sen Patien­tin von einer Behand­lungs­liege
Das seitli­che Wegrut­schen einer Liege, wenn sich der Patient oder die Patien­tin beim Aufste­hen mit einer Hand auf sie aufstützt, begrün­det eine Haftung, wenn die Liege entwe­der nicht richtig arretiert oder nicht sicher gestellt ist. Steht der Patient oder die Patien­tin entge­gen einer Anwei­sung der Pflege­kraft alleine auf, begrün­det dies sein Mitver­schul­den (hier: von 50 Prozent).


Sozial­ge­richt München Versäum­nis der Kranken­kasse: Anspruch auf Kranken­geld
Grund­sätz­lich obliegt es dem Versi­cher­ten, bei Arbeits­un­fä­hig­keit die Kranken­kasse recht­zei­tig zu infor­mie­ren, um den Anspruch auf das gesetz­li­che Kranken­geld kennt­lich zu machen. Aller­dings wird der Anspruch nicht aufge­ho­ben, wenn die Kranken­kasse die Krank­mel­dung durch Eigen­ver­schul­den erst nach der Frist erhält. Dies ergab die jüngste Recht­spre­chung des SG München.

BGH bestä­tigt Urteil Haftstrafe für Apothe­ker wegen gestreck­ter Krebs­me­di­ka­mente
Ein selbst­stän­di­ger Apothe­ken­be­trei­ber streckte über vier Jahre lang die Dosie­rung von Krebs-Medika­men­ten und verdiente mit diesen anschlie­ßend Millio­nen. 2018 wurde der Apothe­ker wegen der Manipu­la­tion zu 12 Jahren Gefäng­nis­strafe verur­teilt. Der BGH hat jüngst die Revision des Mannes abgelehnt und das ursprüng­li­che Urteil wegen Versto­ßes gegen die Arznei­mit­tel­richt­li­nie bestä­tigt.