
Erste Einblicke in die Altenpflege in Deutschland
Die avanti GmbH bot den sechs Medizinstudentinnen und ‑studenten, die gute Deutschkenntnisse mitbrachten, für zwei Monate einen Einblick in die Hamburger Altenpflege. Sie arbeiteten aktiv mit als PflegehelferInnen auf den Stationen. In Georgien ist dieser stationäre Bereich der Pflege kaum vorhanden, da dort alte Menschen traditionell zu Hause betreut werden. Doch an keinem europäischen Land geht die demographische Veränderung vorbei, die einen erhöhten Bedarf an professioneller medizinischer Betreuung von Senioren zur Folge haben wird.
Engmaschige Betreuung auch außerhalb der Pflege wichtig
So konnten sie Erfahrungen im Bereich Altenpflege sammeln und ihre neuesten Erkenntnisse miteinander und mit deutschen Ansprechpartnern austauschen. Betreut wurde dieses Projekt federführend von einem der Hamburger Niederlassungsleiter, Erkan Tsiakmak: „Eine engmaschige Betreuung durch uns als deutschen Arbeitgeber, und in diesem Fall auch als Ratgeber zum deutschen Arbeitsalltag, ist für den Erfolg dieses Projektes ausschlaggebend gewesen.“ Das Hamburger Med-Team mit dem Schwerpunkt Altenpflege kümmerte sich engagiert um alle Belange, bei denen die sechs MitarbeiterInnen aus Tiflis Hilfe im Alltag brauchten.
avanti hat Erfahrung mit dem Einsatz ausländischer Pflegefachkräfte
avanti-Geschäftsführer Alexander Richter berichtete, dass avanti schon des Öfteren über die deutschen Grenzen hinaus Pflegekräfte rekrutierte: „Wir haben bereits mit Pflegekräften aus Spanien und Italien erfolgreich zusammengearbeitet. Unsere süddeutschen Niederlassungen haben derzeit viele Kolleginnen und Kollegen aus z.B. Kroatien und Bosnien in der Pflege beschäftigt. Diese schätzen die geografische Nähe zu ihren Heimatorten.“
Er weist auf zwei wichtige Erfolgsfaktoren für den Einsatz von ausländischen Pflegekräften hin: „Grundvoraussetzung sind gute Deutschkenntnisse auf Seiten der Pflegekräfte. Und das Bewusstsein auf Seiten der Arbeitgeber, dass eine intensive Betreuung in der ersten Zeit sichergestellt sein muss. Nicht nur die neuen Arbeitswelten sind erklärungsbedürftig, sondern auch für den deutschen Alltag außerhalb der Kliniken und Pflegeheime ist zu Beginn eine intensive Unterstützung der neuen Kolleginnen und Kollegen für den Erfolg unbedingt wichtig.“
Festlicher Abschluss des Projektes in Hamburg
Zum Abschluss des zweimonatigen Aufenthaltes lud die avanti GmbH die GeorgierInnen dazu ein, Hamburg gemeinsam noch mal etwas näher kennen zu lernen. Nach einer großen Hafenrundfahrt mit einer Barkasse folgte ein Besuch auf der Aussichtsplattform der Elbphilharmonie, die einen tollen Ausblick auf die Elbe und den Hafen bietet. Für den Ausklang des Abends lud avanti dann noch zu einem gemeinsamen festlichen Abendessen in einem Spezialitätenrestaurant ein. Niederlassungsleiter Erkan Tsiakmak freut sich über den Erfolg des Pilot-Projekts: „Im kommenden Jahr planen wir, mehr avanti-Niederlassungen in dieses Programm mit einzubinden.“ Auf jeden Fall wird der Kontakt zu den sechs angehenden Medizinern und Medizinerinnen gepflegt werden.
Von Uta Kannengießer, avanti GmbH